Eisrettungsübung auf dem Teich am11. 02. 2017

Heuer eignet sich die Eisfläche auf dem Landschaftsteich Bernhardsthal sehr gut zum Eislaufen. Jedoch wird sie in den kommenden Tagen durch das warme Wetter immer dünner. Deswegen übte die Feuerwehr Bernhardsthal gemeinsam mit Interessierten aus der Feuerwehr Reintal verschiedene Methoden der Eisrettung.

Je wärmer die nächsten Tage werden umso dünner wird die tragende Eisschicht. Vorrausschauend wurde deswegen eine Übung ausgearbeitet.

Im Vorhinein wurden im Feuerwehrhaus verschiedene Techniken vorgezeigt und auch das mögliche Verhalten einer eingebrochenen Person gezeigt. Hier kann es nämlich wie bei einer ertrinkenden Person passieren, dass sie sich an allem anhält was man ihr gibt. Wenn das als erstes die Arme des Retters sind klammert sich die Person fest und nimmt dem Retter den notwendigen Halt. So schnell kann man nicht schauen sind dann auf einmal zwei Personen im Wasser.

Anschließend wurde zu einer vom Schnee befreiten Stelle gefahren und die Eisrettung vorbereitet. Hier wurde die notwendige Rettungsweste vorgezeigt. Sehr wichtig ist hier, dass man die Bebänderung sicher versorgt, damit man beim Arbeiten nirgends hängen bleibt. Weiters darf bei der Rettungsweste kein Helm verwendet werden weil er die lebensnotwendige Funktion des Kragens im Nacken stören kann. Der Retter wird neben der Rettungsweste noch mit einem Feuerwehrgurt und einer Rettungsleine gesichert. Damit kann ihn die Mannschaft jederzeit aus dem Wasser oder übers Eis zurückziehen. Dann wurden die Teile der Steckleiter ebenfalls mit Leinen gesichert und auf die Eisfläche gelegt. Es wurden in mehreren Durchgängen verschiedene Arten ausprobiert. Mit zweimal zwei Steckleiterteilen, nur mit zwei Steckleiterteilen und mit der Schiebeleiter aus Reintal. Zusätzlich wurden auch Hilfsmittel ausprobiert wie einem Rettungsring und dem Spineboard. Das vielseitig verwendbare Spineboard ist bei der Eisrettung sehr gut einsetzbar weil man damit sehr einfach bewusstlose Personen über die Bruchkante des Eis bringt. Bei den verschiedenen Methoden zeigte sich dann, dass es sehr kräfteraubend sein kann bis man zur Person kommt. Die Mannschaft am Ufer muss auch sehr gut aufpassen damit sich die vielen Sicherungsleinen nicht überkreuzen und auch nicht unter die Leiter kommen. Nur so können die Personen sicher wieder an das Ufer zurückgeholt werden und das Material wird dabei nicht beschädigt. Es wurde auch eine Variante mit zwei Rettern ausprobiert die sich als schwierig herausstellte, da die Retter sauber und gut koordiniert arbeiten müssen. Ein großer Vorteil ist dann jedoch, dass zwei Retter die Person einfacher aus dem Wasser bringen.

Im Anschluss wurden dann noch besprochen was mit der geretteten Person zu machen ist. Hier ist es nämlich sehr wichtig die Person an einen geschützten Ort zu bringen. Sie wird dort entkleidet und mit Decken und Rettungsfolie eingehüllt. Die Person darf nicht trockengerieben oder massiert werden. Danach soll man die Person so wenig wie möglich bewegen und sollte in einen warmen Raum gebracht werden und muss betreut werden.

 

Mit einer Teilnehmerzahl von 11 Personen aus Bernhardsthal und 5 Personen aus Reintal zeigte sich, dass ein großes Interesse herrscht.